Stromausfall in Wiesbaden-Schierstein: Tausende Haushalte betroffen

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Stromausfall in Wiesbaden-Schierstein: Tausende Haushalte betroffen

Wiesbaden-Schierstein. Ein Stromausfall hat am Dienstagabend im Wiesbadener Stadtteil Schierstein für weitreichende Ausfälle gesorgt. Der Zwischenfall begann nach Angaben des Energieversorgers gegen 17:52 Uhr und betraf zunächst weite Teile des Stadtteils.

Störung sofort in der Netzzentrale erkannt

Nach Angaben der ESWE Versorgung wurde der Ausfall unmittelbar in der Netzzentrale registriert. Von dort aus konnten sofort Umschaltmaßnahmen eingeleitet werden, um einzelne Bereiche möglichst schnell wieder an das Stromnetz anzuschließen.

Ausgangspunkt der Störung war nach bisherigen Erkenntnissen der Bereich um die Haupt-Trafostation in der Saarstraße. Der Stadtteil Schierstein wird über insgesamt 58 Teilstationen versorgt, von denen jede im Durchschnitt rund 200 Haushalte beliefert. Insgesamt waren demnach etwa 12.000 Haushalte von dem Stromausfall betroffen.

Geschäfte und Fitnessstudio im Dunkeln

Der Stromausfall traf viele Menschen mitten im Alltag. In Fitnessstudios, Supermärkten sowie in zahlreichen großflächigen Geschäften rund um das Äppelallee-Center und die Hagenauer Straße standen Kunden und Mitarbeiter zeitweise im Dunkeln.

Mehrere Geschäfte wurden daraufhin geräumt und vorübergehend geschlossen. Neben der Stromversorgung waren teilweise auch Mobilfunk und Internetverbindungen eingeschränkt, da einzelne Funkmasten nicht mehr ausreichend mit Energie versorgt werden konnten.

Versorgung schrittweise wiederhergestellt

Durch die eingeleiteten Umschaltungen im Netz konnten nach und nach einzelne Bereiche wieder mit Strom versorgt werden. Gegen 19:16 Uhr waren große Teile des Stadtteils wieder an das Stromnetz angeschlossen.

Verdacht auf Fremdverschulden

Inzwischen gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Störung möglicherweise durch Fremdverschulden verursacht wurde. Nach ersten Einschätzungen könnte ein Erdkabel im Bereich der Trafostation beschädigt oder durchtrennt worden sein.

Teams der ESWE Versorgung waren weiterhin im Einsatz. Mit spezielen Messgeräten versuchen sie, die genaue Schadensstelle zu lokalisieren und anschließend zu klären, wie es zu der Beschädigung kommen konnte.